Pistenverlängerungen:                          Volksabstimmung vom 3. März 2024

Vorhaben und Ablauf:

  • Es liegt ein Bauprojekt vor: Piste 28 würde um 400 Meter nach Westen (neu 2'900 Meter), Piste 32 um 280 Meter nach Norden (neu 3'580 Meter) verlängert.
  • Der Regierungsrat hat den 3 Verwaltungsräten/-innen des Kantons die Weisung erteilt, der Einreichung eines Plangenehmigungsgesuches beim BAZL zuzustimmen (diese hätten Sperrminorität).
  • Der Kantonsrat hat diese Weisung genehmigt.
  • Dieser KR-Beschluss kommt aufgrund des ergriffenen Referendums am 3. März 2024 vors Volk.
  • Falls das Volk zustimmt, kann der Flughafen ein Baugesuch ans BAZL einreichen, sonst nicht.

Das Vorhaben kostet Fr. 250 Mio.  Diese Kosten werden vom Flughafen bezahlt. Baubeginn wäre frühestens 2030.

Die bestehende Kapazität im Ostkonzept von unstabil 66 Bewegungen pro Stunde würde auf stabil 70 Bewegungen pro Stunde angehoben.

 

Position der Schutzverbandes:

 

Der Verbandsvorstand und die Delegierten haben mehrheitlich beschlossen:  "Keine Veränderungen am Pistensystem". Pistenverlängerungen sind ausdrücklich mitgemeint.

  • Der Flughafen wird in den Nachtstunden mehr Verkehr abwickeln können (gleichviel Bewegungen in kürzerer Zeit).  Dies nicht nur wegen der leicht angehobenen Kapazität (gemäss Projektbeschrieb 2020 neu 70 Bewegungen/Std. statt 66/Std.). Sondern auch, weil weniger Unterbrüche infolge Südlandungen nötig sind ("Verbesserung der Stabilität"). Dies soll dazu genutzt werden, Verspätungen abzubauen. Es muss jedoch befürchtet werden, dass die grössere Kapazität langfristig zu Mehrverkehr führt; dies vor allem in der Nacht. 
  • Die Verlagerung des nächtlichen Flugverkehrs nach Osten und Norden widerspricht dem Eckwert des Schutzverbandes "Alle Regionen und Gemeinden sind gleich zu behandeln".
  • Der Schutzverband unterstützt deshalb die Kampagne gegen die Pistenverlängerungen.